Pragmatische Lebensgestaltung Link
Mein Leben findet jeden Moment neu im erlebten Moment statt. Mein Erleben kann ich jeden Moment anders gestalten. Die Voraussetzung dazu ist, dass ich mir bewusst bin, dass ich unendlich frei bin im Denken und mir auch bewusst bin, dass mein Denken durch meine Wahrnehmung und meine im Episodengedächtnis abgespeicherten Episoden (Gedanken die auf Modellen, Glaubenssätzen Konzepten, die ich kenne und den dazugehörigen Gefühlen) entsteht. Bin ich mir dessen bewusst, kann ich meinen Aufmerksamkeitfokus auf andere Glaubenssätze, Vorstellungen und Modelle richten, die für das Erleben dienlicher sind um meinen Sinn des Lebens zu erfüllen. Dazu ist es wichtig, dass ich ein Weltbild habe, dass für mich eine Leitlinie ist, damit ich in jedem Moment diese Konzepte, Gedanken und Glaubenssätze abrufen kann und/oder verinnerlicht habe und eine "automatische" Ausrichtung im Erleben stattfindet. Link Weltbild/Konzept/Modell/Vorstellung sollen, für mich emotional stimmig und motivierend ist. Wenn sie das nicht sind, ist es sinnvoll Änderungen daran vorzunehmen und zu üben, üben, üben. Besonders zu beachten ist dabei das Zusammenspiel von Vorstellung und Wille. Die Vorstellung/Glaube ist immer viel schneller und stärker als der Wille. Link Wenn ich das weiss, dann kann ich mit dem Willen durch verschiedene Methoden meine Vorstellungen und Glaubenssätze verändern (z.B. Reframing, Anker setzen...) durch üben, übern, übern. Beispiel Phobien bewältigen etc.
Wir leben in einer von unserem Gehirn konstruierten Wirklichkeit / Welt.
Dadurch hat jeder Mensch seine eigene einmalige Wirklichkeit.

Es ist plausibel anzunehmen, dass es eine unserem Bewusstsein unzugängliche Welt gibt. Sagen wir ihr das «Alles» oder «Realität», in der reale Wesen (Menschen, Tiere, Pflanzen) mit realen Gehirnen existieren und bestimmten Überlebensbedingungen unterliegen und in einer Wirklichkeit leben, die durch ihre Sinne begrenzt und bestimmt ist. Aufgrund der Verarbeitung von Sinnesreizen entstehen in manchen Gehirnen in einem gigantischen Netzwerk mit Milliarden Nervenzellen und Trillionen Synapsen Modelle der Umwelt und des eigenen Körpers, die der Verhaltenssteuerung dienen. Dies geschieht in Kombination paralleler, konvergenter und divergenter Verschaltungen und einer Mischung angeborener und erlernter Informationen und fügt sich auf der Bewusstseinsebene zur Wirklichkeit als der einzigen uns erfahrbaren Welt zusammen. Auch die empirischen Wissenschaften (einschl. der Neurowissenschaften) haben nur mit der Wirklichkeit zu tun. Allerdings handelt es sich bei ihren Modellen in der Regel um empirisch und sozial bestätigte Aussagen, jedoch nicht um «objektive» Aussagen über die Realität. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Begriff «Übersinnliches», was ja so viel heisst wie «über den Sinnen». Was soll das sein? Das kann kein Mensch wahrnehmen, da er keine Sinne zur «übersinnlichen» Wahrnehmung hat. In einem offenen Weltbild ist dies nicht auszuschliessen, da es ja sein könnte, dass wir noch nicht alle Sinne des Menschen abschliessend kennen und/oder neue Erkenntnisse über «Realität/Alles» mit Sinneswandlern entdeckt werden. Hier eine Erklärung, wie das möglich ist am Beispiel von Infrarotlicht. Wir haben keine Sinnesorgane, um Infrarotlicht wahrnehmen zu können. Durch eine Infrarotkamera wird Infrarotlicht in vom Auge sichtbares Licht umgewandelt und somit für das menschliche Auge sichtbar. Es gibt viele weitere Beispiele: atomare Strahlung, elektromagnetische Wellen, Ultraschallwellen, ultraviolettes Licht u.v.a.m. So wird also Übersinnliches in von den menschlichen Sinnen Wahrnehmbares umgewandelt und ist nicht mehr übersinnlich.
Bewusstsein, in welchem auch das «ICH» empfunden wird ist im Frontallappen im Gehirn lokalisiert. Der Mensch, das Individuum «Bewusstsein/ich» nimmt an, das Zentrum und die Kontrollmacht über alles zu sein, dem ist aber nicht so.
Durch Unterschiedsbildung und Voraussagen werden Abschätzungen gemacht und dadurch das Erleben erzeugt. Unser Gehirn macht laufend Abschätzungen und antizipiert was wie wo wann geschehen könnte, um vorbereitet zu sein und schnell agieren zu können. Diese Prozesse laufen zum grossen Teil unbewusst unwillkürlich ab. (z.B. Der Return auf einen Anschlagsball von Roger Federer beim Tennis wäre ohne diese Antizipation nicht möglich)
Das Hirn kann vereinfacht, in 3 Ebenen geteilt werden:
Abbildung zeigt das Hirn mit den Aufgaben zugeordneten Regionen

Grosshirn = bewusst, rational, Sprache…
Zwischenhirn = Limbisches System, Gefühle, Emotionen
Kleinhirn = somatische, vegetative Prozesse
Dabei sind metaphorisch betrachtet: Kleinhirn und Zwischenhirn = Verwaltungsrat und Geschäftsleitung, also bestimmend. Das Grosshirn (wo auch das Bewusstsein «ist») ist = Berater und Kommunikator. Das Gehirn ist unser Sozialorgan.
Woher können Erkenntnisse zur Selbstentwicklung geschöpft werden?
Die Zusammenhänge der unterschiedlichsten Teile im Körper eines Menschen sind sehr komplex und das Glück und Wohlbefinden des Menschen ist abhängig von allen Teilen. Der Körper ist die Grundlage für das Glück (durch Bereitstellung der Organe und Stoffe), als dessen Instrument oder Werkzeug (zur Hervorbringung der glücklichen Zustände) und als den Ort, an dem wir „die höchsten Gedanken und die tiefsten Gefühle“ erleben. Der Mensch ist Teil der Natur: Andere Lebewesen und Elemente der Natur wirken auf den Menschen. Die Naturwissenschaften haben sich zum Ziel gesetzt diese Zusammenhänge zu erforschen. Vor allem Biologie, Medizin, Chemie und Physik können als Ratgeber zum Glück des Körpers herangezogen werden.
Sowohl einzelne Momente des Glückerlebens als auch ein insgesamt glückliches, d.h. ein gelungenes, ein erfülltes, ein gutes Leben setzen zunächst einmal die Funktionsfähigkeit der für positive Bewertungen und Glücksempfindungen »zuständigen« Hirnteile und biochemischen Regelkreise voraus. Ihre Erforschung obliegt der (Neuro-) Physiologie. Glücksentscheidend sind ferner die Erlebnisse, die den Menschen als Individuum prägen, und die als persönliche Erfahrungen fortwirken. Sie führen nicht nur zu spezifischen Erinnerungsinhalten (Episodengedächtnis / Autobiographie), sondern in der Summe auch zu erlernten Wahrnehmungs- und Verhaltensgewohnheiten. Sie beeinflussen sowohl situativ bedingte Assoziationen als auch langfristige psychische Dispositionen und damit das Lebensgefühl der Person. Solche Effekte sind Gegenstand der Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie und – in ernsten Problemfällen – der (Neuro-)Psychiatrie.
Da der Mensch ein soziales Wesen ist, ist für ihn das Verhältnis zu seinen Mitmenschen von besonderer Bedeutung. Auch hiervon hängt sein Glück ab. Vertrauen, Geborgenheit, Nähe, Bindung und Liebe sind Kenngrößen gelingender Beziehungen. Doch nicht jede Beziehung gelingt. Die soziale Umgebung kann ein steter Quell der Freude sein, vor allem wenn man sie sich freiwillig ausgesucht hat. Sie kann aber auch großes Ungemach bereiten, vor allem wenn man ihr nicht entkommen kann. Sozialpsychologie, Verhaltensforschung und soziale Neurowissenschaft enthüllen in diesem Bereich des Lebens die Mechanismen des Glücks.


Das Leben findet in jedem Moment neu statt, also im Erleben. Wenn wir die Zusammenhänge (wie oben andeutungsweise beschreiben) kennen, mit welchen wir unser Erleben in jedem einzelnen Moment beeinflussen können, so ist es uns möglich unser Leben zu unseren Wünschen entsprechend zu führen.


Link zu Hypnosystemischen Konzepten https://lebenspraktiker.ch/index.php/selbstentwickeln/der-wirklichkeitenkellner-blog/212-gunther-schmidt-entscheidung-partnerschaft
Veränderung passiert, sobald wir etwas (ES) assoziiert nicht mehr sind, sondern dazu übergehen (ES) zu beobachten also dissoziiert sind. (DJ S228) Sich lösen aus der Gefangenheit im Gedankenstrom. Nicht der Inhalt einer erlebten und im Gehirn in Gedanken und Emotionen gespeicherten Episode ist relevant für das Wiedererleben bei erneutem Abruf durch Phänomene aus dem Episodengedächtnis, sondern die Beziehung zu der Episode im Hier und Jetzt (Moment). Beziehung kann jederzeit im Hier und Jetzt geändert werden. Der Inhalt kann nicht mehr verändert werden. Die Zukunft möglichst unabhängig von den Episoden in der Vergangenheit gestalten. Schwierig aber möglich, ermöglicht Wunder. (Jo D, Ma Täuber etc.) Weiter zur detaillierten Beschreibung der 6 Schritte: Die 6 Schritte im Detail
