Wie entstehen die Seiten / Teile in mir?

Wie entstehen die Seiten / Teile in mir?  

Wie dies und weitere innere Seiten/Teile im Gehirn entstehen, welche Systeme beteiligt sind, und warum sie sich so unterschiedlich anfühlen.

Kurzfassung  Die verschiedenen inneren Teile – Ich, Über-Ich, Schatten, Angstanteile, kindliche Anteile, Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich usw. – entstehen nicht als fertige Module, sondern als neuronale Muster, die sich aus Bindung, Emotionen, Lernen, sozialen Erwartungen und frühen Erfahrungen formen. Sie sind Netzwerke, keine anatomischen Regionen.

Wie das Gehirn diese „Teile“ vor Geburt an aufbaut

1. Vor der Geburt: Rohes emotionales Grundsystem Schon im Mutterleib sind aktiv:

  • Amygdala → Angst, Alarm, Schutz
  • Hirnstamm → Überleben, Reflexe
  • Basale Ganglien → frühe Gewohnheiten, Muster
  • Reptilien- und Säugetierhirn → Bindung, Nähe, Stressregulation

Diese Systeme bilden die Basis für spätere „Angstanteile“, „Schatten“, Impulse und emotionale Reaktionen.

2.  0–2 Jahre: Bindung formt die ersten inneren Teile: Das Baby hat noch kein Ich, kein Über-Ich, keine Sprache. Es erlebt nur Zustände:

  • „Ich bin sicher“
  • „Ich bin bedroht“
  • „Ich werde gehalten“
  • „Ich werde ignoriert“

Diese Zustände werden im Gehirn als implizite Muster gespeichert: limbisches System, Körpergedächtnis, rechte Gehirnhälfte. Daraus entstehen später: Schattenanteile (verdrängte Gefühle), Angstanteile, verletzte kindliche Teile, Bindungsmuster (sicher, unsicher, vermeidend, ambivalent)

3. 2–6 Jahre: Das „Ich“ entsteht: Jetzt entwickelt sich der präfrontale Cortex stark.
Das Kind beginnt: sich als eigenes Wesen zu erleben, Impulse zu steuern, Gefühle zu benennen, Regeln zu verstehen. Hier entsteht das Ich (Freud) bzw. das Erwachsenen-Ich (TA) bzw. der Manager (IFS).

4. 3–7 Jahre: Das Über-Ich entsteht: Das Über-Ich ist nicht angeboren. Es entsteht durch: Elternregeln, Verbote, Erwartungen, moralische Botschaften, kulturelle Normen. Neurobiologisch: Spiegelneurone, soziale Netzwerke im medialen präfrontalen Cortex, Belohnungs- und Bestrafungssysteme. Das Eltern-Ich (TA) und das Über-Ich (Freud) sind internalisierte Stimmen der Bezugspersonen.

5. Ab 7 Jahren: Komplexe Teile entwickeln sich: Jetzt entstehen:

  • innere Kritiker
  • Perfektionisten
  • Schutzteile
  • Flucht- oder Kampfanteile
  • soziale Rollen
  • Schattenanteile (alles, was nicht sein darf)

Diese Teile entstehen durch: Schule, Peergroups, Leistungsdruck, Traumata, Erfolgserlebnisse, kulturelle Erwartungen. Das Gehirn baut Netzwerke, die sich wie eigene Persönlichkeiten anfühlen.

6. Jugendalter: Identität & Intuition: Der präfrontale Cortex reift weiter.
Jetzt entstehen:

  • Selbstreflexion
  • Beobachter-Ich
  • Intuition (Integration von implizitem Wissen)
  • Werte
  • Lebenskonzepte

Die Intuition entsteht aus: unbewusster Mustererkennung, rechter Hemisphäre, limbischem System, Körpergedächtnis. Intuition ist ein hochkomplexes, unbewusstes Integrationssystem.

Wie die Teile im Gehirn organisiert sind: Es gibt keine anatomischen „Teile“, sondern:

1. Netzwerke für Emotionen Amygdala, Insula, limbisches System → Angst, Wut, Bindung

2. Netzwerke für Kontrolle Präfrontaler Cortex → Ich, Erwachsenes Ich, Beobachter

3. Netzwerke für soziale Regeln mPFC, Temporallappen → Über-Ich, Eltern-Ich

4. Netzwerke für implizite Muster Basale Ganglien, Kleinhirn → Gewohnheiten, Automatismen

5. Netzwerke für Fantasie & Intuition Default Mode Network → Intuition, Kreativität, innere Bilder

Warum sich die Teile wie eigene Personen anfühlen: Weil das Gehirn: verschiedene Netzwerke parallel aktiviert, unterschiedliche emotionale Zustände als getrennte Identitäten speichert, widersprüchliche Bedürfnisse nicht integriert, innere Stimmen der Eltern internalisiert, Schutzstrategien automatisiert

Das Gehirn arbeitet wie ein Team, nicht wie ein Monolith.

  • Eltern-Ich
  • Erwachsenen-Ich
  • Intuition
  • Beobachter
  • kindlicher Teil
  • usw.

 

Das Modell von Carl Gustav Jung, bekannt als Analytische Psychologie, ist ein tiefgreifendes und einflussreiches Feld, das sich auf die Ganzheit der menschlichen Psyche konzentriert. Die zentralen Konzepte seiner Lehre umfassen die Struktur der Psyche, das kollektive Unbewusste, die Archetypen und den Prozess der Individuation.

Kernaussagen und Modelle: Link

 

Sigmund Freud: Das psychoanalytische Modell (Sigmund Freud), Freud verstand das Ich als eine von drei Instanzen, die das menschliche Seelenleben bestimmen und in ständiger Interaktion stehen: 

  • Das Ich: Die bewusste Ebene der Psyche. Es steht in der Mitte und vermittelt zwischen den Ansprüchen des Es, den Regeln des Über-Ichs und der Außenwelt. Es arbeitet nach dem Realitätsprinzip.
  • Das Es: Die Triebinstanz, die nach unmittelbarer Bedürfnisbefriedigung und dem Lustprinzip strebt. Es agiert unbewusst.
  • Das Über-Ich: Die moralische Instanz, die Normen und Werte vertritt. Es kann mit dem Gewissen verglichen werden und fordert Gehorsam. 

 

Hypnosystemisch.... Ich,  Es unwillkürliche bewusste unbewusste und Willkürliche ...

Omni Modell  Überbewusstsein, Bewusstsein, Unterbewusstsein, Unbewusstes und kritischer Faktor

 

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