Geist und Bewusstsein und der Einfluss der Sprache

Geist und Bewusstsein sind zwei herausfordernde Themen. 

Bewusstsein ist ein komplexes Phänomen, das von Philosophen und Wissenschaftlern seit Jahrhunderten diskutiert wird. Es gibt keine allgemeingültige Definition von Bewusstsein, aber es wird allgemein als das Erleben mentaler Zustände und Prozesse verstanden. Dazu gehören Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Emotionen.

Metapher zu Gehirn und Geist:

   

Der Geist, das Bewusstsein und das Unbewusstsein sind miteinander verknüpfte Konzepte, die die menschliche Psyche beschreiben. Man kann sich diese Beziehung als ein Eisbergmodell vorstellen: Das Bewusstsein ist der sichtbare Teil über dem Wasser, während das Unbewusstsein der weitaus größere, verborgene Teil darunter ist.

Das Bewusstsein 

Das Bewusstsein ist der Teil unseres Geistes, der sich der aktuellen Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle bewusst ist. Es ist der aktive Teil, den wir direkt erleben. Es beinhaltet:

  • Wahrnehmung: Was wir sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen.

  • Gedanken: Der Prozess des Denkens, Überlegens und Schlussfolgerns.

  • Erinnerung: Die bewusste Erinnerung an Fakten und Ereignisse.

  • Absicht: Die bewusste Entscheidung, eine bestimmte Handlung auszuführen.

Das Bewusstsein ist flüchtig und kann sich schnell von einem Gedanken zum nächsten bewegen. Es ist das Zentrum unserer Aufmerksamkeit und unserer willentlichen Handlungen.


Das Unbewusstsein 

Das Unbewusstsein ist ein tiefer, verborgener Teil des Geistes, der Gedanken, Erinnerungen, Wünsche und Motivationen enthält, die wir nicht bewusst wahrnehmen können. Es beeinflusst unser Verhalten, unsere Gefühle und unsere Entscheidungen, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Das Unbewusstsein speichert:

  • Verdrängte Erinnerungen: Traumata oder schmerzhafte Erfahrungen, die wir vergessen haben.

  • Instinkte und Triebe: Grundlegende biologische Bedürfnisse wie Hunger oder sexuelle Triebe.

  • Automatische Prozesse: Routinen wie das Fahren eines Autos oder das Tippen, die wir ohne bewusste Anstrengung ausführen.

  • Symbolische Bedeutungen: Träume und Assoziationen, die tiefer liegende Wünsche offenbaren.

Die Psychoanalyse nach Sigmund Freud hat dieses Konzept populär gemacht, indem sie argumentiert, dass viele psychische Probleme aus unbewussten Konflikten resultieren.

Bewusstsein oder Unbewusstsein, wer ist "stärker" --> Metapher


Zusammenhänge und die Rolle des Geistes 

Der Geist ist das übergeordnete Konzept, das sowohl das Bewusstsein als auch das Unbewusstsein umfasst. Er ist die Gesamtheit aller mentalen Prozesse, einschließlich Denken, Fühlen, Wahrnehmen und Handeln.

Die Beziehung zwischen Bewusstsein und Unbewusstsein ist dynamisch:

  • Einfluss: Das Unbewusstsein beeinflusst ständig unsere bewussten Gedanken und Gefühle, oft in subtilen, unsichtbaren Wegen. Zum Beispiel kann eine unbewusste Angst vor Ablehnung dazu führen, dass wir zögern, eine neue soziale Situation einzugehen.

  • Kommunikation: Das Unbewusstsein drückt sich oft durch Träume, Freudscher Versprecher und intuitiven Gefühle aus. Diese sind wie Fenster, die einen kurzen Blick in die Tiefen unseres Unbewussten gewähren.

  • Integration: Ein Ziel der Psychologie, insbesondere in der Therapie, ist es, unbewusste Inhalte bewusst zu machen, um die Ursachen von Verhaltensmustern oder psychischen Problemen zu verstehen und zu verarbeiten. Diese Integration führt zu einem besseren Selbstverständnis und emotionaler Heilung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Geist als Ganzes unser inneres Betriebssystem ist, das sowohl bewusste als auch unbewusste Elemente beinhaltet. Das Bewusstsein ist der Teil, den wir aktiv steuern, während das Unbewusstsein wie ein riesiges Archiv und eine automatische Steuerzentrale ist, die unsere Erfahrungen und Verhaltensweisen im Hintergrund beeinflusst.

Die Sprache spielt eine fundamentale und komplexe Rolle für Geist und Bewusstsein. Es gibt verschiedene Theorien dazu, aber die meisten sind sich einig, dass Sprache nicht nur ein Werkzeug zur Kommunikation ist, sondern auch unsere Denkprozesse und unser Bewusstsein selbst formt.

Sprache als Werkzeug des Denkens 

Eine der gängigsten Ansichten besagt, dass Sprache ein Werkzeug ist, das der Geist nutzt, um Gedanken zu strukturieren und zu verarbeiten. Ohne Sprache wäre es schwierig, komplexe, abstrakte Konzepte zu formulieren. Beispielsweise hilft uns die Sprache dabei, Probleme zu lösen, indem wir sie in "innere Zwiesprache" zerlegen.

  • Abstrakte Konzepte: Begriffe wie "Gerechtigkeit" oder "Freiheit" existieren in der Regel nur in sprachlicher Form.

  • Gedankenklarheit: Wer laut denkt oder seine Gedanken aufschreibt, kann oft klarer und logischer argumentieren. Das zeigt, dass Sprache dem Denken eine Form und Struktur gibt.

Die Sprache ermöglicht es uns, unsere Gedanken zu speichern, abzurufen und zu organisieren. Sie ist somit nicht nur ein Ausdruck des Geistes, sondern auch ein Mechanismus, der ihn formt.

Sprache als Voraussetzung für Bewusstsein 

Einige Philosophen und Wissenschaftler, wie Daniel C. Dennett, gehen sogar so weit zu behaupten, dass Sprache eine Vorbedingung für das menschliche Bewusstsein ist. Die Sprache ermöglicht es uns, über uns selbst nachzudenken und eine Vorstellung von einem "Ich" oder einem "Ich-sein" zu entwickeln. Tiere und vorsprachliche Kinder besitzen zwar ein gewisses Maß an Bewusstsein, aber ihnen fehlt die Fähigkeit, über ihre eigenen Gedanken und Gefühle zu reflektieren, was viele als Kern des menschlichen Bewusstseins sehen.

  • Sprache und Selbstwahrnehmung: Die Fähigkeit, Begriffe wie „Ich“, „du“ und „er/sie“ zu verwenden, schafft die Grundlage für die Selbstwahrnehmung und die Unterscheidung vom Außen.

  • Innerer Monolog: Der kontinuierliche innere Monolog, den wir alle erleben, ist im Grunde sprachliches Denken. Dieser Monolog ist ein zentraler Bestandteil unseres bewussten Erlebens.

Sprache und die Wahrnehmung der Welt 

Die Struktur einer Sprache beeinflusst, wie wir die Welt wahrnehmen und kategorisieren. Dieses Konzept ist als Linguistischer Relativismus bekannt.

  • Kategorisierung: Sprachen, die für bestimmte Farbnuancen eigene Wörter haben, können dazu führen, dass Muttersprachler diese Nuancen bewusster wahrnehmen und unterscheiden können.

  • Räumliche Orientierung: Bestimmte Sprachen haben keine Begriffe wie "links" oder "rechts", sondern verwenden absolute Richtungen wie "Norden" oder "Süden". Sprecher dieser Sprachen sind oft besser in der Lage, sich in unbekannten Umgebungen zu orientieren.

Sprache ist nicht nur eine passive Beschreibung der Realität, sondern ein aktiver Mitgestalter unserer mentalen Welt und unserer bewussten Erfahrung.

Wie Sprache unsere Wahrnehmung beeinflusst Dieses Video erklärt, wie die Sprache unsere Wahrnehmung und unser Denken beeinflusst.

Eine allgemein gültige Definition des Begriffes Bewusstsein ist aufgrund seines unterschiedlichen Gebrauchs mit verschiedenen Bedeutungen schwer möglich. z.B. das fokussierte Bewusstsein (vor allem Erwachsene) und das gestreute Bewusstsein (vor allem Kinder). Die naturwissenschaftliche Forschung beschäftigt sich mit definierbaren Eigenschaften bewussten Erlebens. 

Auf der Bühne des Theaters "Leben" entwickelt das Kind eine "ICH-Rolle" die durch den Spiegel mit der Umwelt (Reaktionen der Mitmenschen, Tiere, Objekte) geformt und weiterentwickelt wird. 

 

 

Wann uns wie entsteht das ICH-Bewusstsein?

Das Ich-Bewusstsein ist bei Säuglingen zunächst nicht ausgeprägt. Sie nehmen sich selbst und ihre Umwelt als Einheit wahr. Ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Ich-Bewusstseins ist der sogenannte Spiegeltest. Dieser Test zeigt, dass Kinder etwa ab dem 18. Monat beginnen, sich selbst im Spiegel zu erkennen und sich als eigenständige Person zu begreifen. Dieser Prozess ist ein Indikator für die beginnende Entwicklung des Ich-Bewusstseins.
Die Entwicklung des Ich-Bewusstseins ist jedoch kein einmaliges Ereignis, sondern ein dynamischer Prozess, der sich ein Leben lang weiterentwickelt. Es ist eng mit der kognitiven Entwicklung und der sozialen Interaktion verbunden. 

Wie entsteht das ICH-Bewusstsein?
Die Entstehung des Bewusstseins, und damit auch des Ich-Bewusstseins, ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren:
1. Neuronale Aktivität und Gehirnentwicklung
Bewusstsein entsteht durch ein bestimmtes Zusammenspiel vieler Nervenzellen im Gehirn. Hirnaktivitäten, die mit bewussten Erfahrungen einhergehen, zeichnen sich durch eine besondere Intensität und Netzwerkstruktur der Nervenzellaktivität aus. Nervenzellnetzwerke benötigen eine kritische Größe, um das menschliche Bewusstsein generieren zu können. Es gibt kein einzelnes Zentrum für das Bewusstsein im Gehirn, sondern es entsteht aus dem Zusammenspiel verschiedener Hirnregionen.

2. Kognitive Entwicklung und "Predictive Mind" Eine Theorie, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat, ist die des "predictive mind" (Vorhersagen treffender Geist). Demnach entsteht Bewusstsein, wenn die impliziten Erwartungen des Gehirns versagen. Das Gehirn stellt permanent
Prognosen über zukünftige Ereignisse an. Lernen, Erfahrung und Bewusstsein dienen dazu, diese impliziten Prognosen immer weiter zu verbessern. Das Bewusstsein fungiert hier als Korrektiv: Es greift ein, wenn automatische Prozesse des Unbewussten an ihre Grenzen stoßen oder Vorhersagen nicht eintreffen. Es ist ein aktiver Problemlöser, der in neuen, unerwarteten Situationen Lösungen sucht und unser Verhalten anpasst.


3. Soziale Interaktion
Das Ich-Bewusstsein wird maßgeblich durch soziale Interaktion geprägt. Durch den Austausch mit anderen Menschen lernen wir, uns selbst aus verschiedenen Perspektiven zu sehen und ein komplexes Selbstbild zu entwickeln. Es ist ein dynamischer Prozess, der sich ein Leben lang weiterentwickelt und nicht nur eine Frage der kognitiven Entwicklung ist.

4. Das Unbewusste als Grundlage
Das Unbewusste spielt eine fundamentale Rolle. Es umfasst unterschwellige Wahrnehmungen, automatisierte Bewegungen, spontane Assoziationen und implizites Schlussfolgern. Obwohl das Unbewusste mächtig ist und viele unserer Handlungen steuert, ist das Bewusstsein unerlässlich, um flexibel auf neue Situationen zu reagieren, aus Fehlern zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Es ist ein Notfallprogramm, das aktiviert wird, wenn das Unbewusste überfordert ist. 


Fazit
Die Entstehung des Ich-Bewusstseins ist ein vielschichtiger Prozess, der eng mit der Gehirnentwicklung, kognitiven Fähigkeiten, sozialer Interaktion und dem Zusammenspiel von bewussten und unbewussten Prozessen verbunden ist. Es beginnt in den ersten Lebensjahren und entwickelt sich kontinuierlich weiter, wobei es uns ermöglicht, uns als eigenständige Individuen in einer komplexen Welt zu orientieren und anzupassen.

Metapher dazu: Auf der Bühne des Lebens baut sich das Kind eine Rolle "ICH" um sich gegenüber der Umwelt selbst zu erkennen. Diese ICH-Rolle wird durch das Zusammenspiel mit den anderen Rollen auf der Bühne (Umwelt) laufend weiterentwickelt und geformt.

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Sehr interessante Videos von DR Markus Teuber Hirnforscher

Erklärung zu "Subjektives/Geist" und "Objektives/Materie" und  NCC=Neuronal Correlate of Consciousness (Neuronale Korrelation zum Bewusstsein d.h welche neuronalen Zellen korrelieren in welchem Zustand mit welchem Bewusstseinszustand. Den Zustand einer neuronalen Zelle verändern heisst Bewusstsein verändern)

Gibt es Bewusstsein OHNE Gehirn? Link

anderes Video in englisch Link

Bewusstsein kann auch als die Fähigkeit verstanden werden, sich selbst und seine Umgebung zu erkennen. Es ermöglicht uns, uns unserer eigenen Existenz und unseres eigenen Körpers bewusst zu sein, sowie der Welt um uns herum.

Es gibt verschiedene Theorien darüber, wie Bewusstsein entsteht. Eine Möglichkeit ist, dass es ein emergentes Phänomen ist, das aus der komplexen Interaktion von neuronalen Netzwerken im Gehirn entsteht. Eine andere Möglichkeit ist, dass Bewusstsein eine fundamentale Eigenschaft des Universums ist, die unabhängig von Materie und Energie existiert.

Obwohl Bewusstsein noch nicht vollständig verstanden ist, gibt es eine Reihe von empirischen Beweisen, die darauf hindeuten, dass es eine neuronale Grundlage hat. So zeigen Studien, dass bestimmte Bereiche des Gehirns, wie der präfrontale Kortex und der Thalamus, für Bewusstseinsfunktionen wie Aufmerksamkeit und Wahrnehmung wichtig sind.

Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Bewusstsein nicht nur ein menschliches Phänomen ist. So zeigen Studien, dass auch Tiere wie Primaten, Vögel und sogar Insekten über einige Formen von Bewusstsein verfügen.

Obwohl Bewusstsein noch ein Rätsel ist, ist es ein faszinierendes und wichtiges Phänomen. Es ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Erfahrung der Welt und ermöglicht uns, zu denken, zu fühlen und zu handeln.

Hier sind einige Beispiele für Bewusstsein:

  • Du siehst einen Baum vor dir.
  • Du denkst an deinen letzten Urlaub.
  • Du fühlst dich glücklich.
  • Du erinnerst dich an deine Kindheit.
  • Du fühlst dich traurig.

Alle diese Erfahrungen sind bewusst, da du sie aktiv wahrnimmst und sie dir bewusst sind.

Ist Denken Bewusstsein? In gewisser Weise ist Denken Bewusstsein. Wenn du einen Gedanken hast, bist du dir dessen bewusst. Du kannst den Gedanken wahrnehmen und ihn verstehen. Allerdings ist Denken nicht das einzige, was Bewusstsein ausmacht. Bewusstsein umfasst auch Wahrnehmungen, Gefühle, Erinnerungen und Emotionen. So kannst du zum Beispiel einen Gedanken haben, ohne ihn bewusst wahrzunehmen. Das passiert zum Beispiel, wenn du abgelenkt bist oder wenn du schläfst. Umgekehrt kannst du auch etwas bewusst wahrnehmen, ohne darüber nachzudenken. Das passiert zum Beispiel, wenn du einen schönen Sonnenuntergang siehst. Bewusstsein ist also ein komplexes Phänomen, das nicht vollständig verstanden ist. Es umfasst eine Vielzahl von mentalen Zuständen und Prozessen, die uns ermöglichen, uns selbst und unsere Umgebung zu erleben.

Das "harte Problem des Bewusstseins" (im Englischen "the hard problem of consciousness") ist ein zentrales und viel diskutiertes Thema in der Philosophie des Geistes und den Kognitionswissenschaften. Der Begriff wurde 1995 vom Philosophen David Chalmers geprägt.

Es geht dabei um die Frage, warum es überhaupt so etwas wie subjektive Erfahrung oder "Erlebnisgehalte" gibt. Chalmers nennt diese Erlebnisgehalte auch Qualia.

Um das zu verdeutlichen, unterscheidet Chalmers zwischen zwei Arten von Problemen im Zusammenhang mit dem Bewusstsein:

  • Die "einfachen" Probleme des Bewusstseins (easy problems): Hier geht es um die Erklärung von Funktionen des Gehirns, die zwar komplex, aber prinzipiell durch neurowissenschaftliche oder kognitionswissenschaftliche Ansätze erklärbar scheinen. Dazu gehören Fragen wie:

    • Wie unterscheidet das Gehirn Informationen aus der Umgebung?
    • Wie verarbeitet und integriert es diese Informationen?
    • Wie steuert das Gehirn unser Verhalten?
    • Wie sind kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis oder Lernfähigkeit neuronal realisiert? Diese Probleme sind zwar herausfordernd, aber man nimmt an, dass sie sich letztendlich durch die Entschlüsselung neuronaler Mechanismen lösen lassen.
  • Das "harte" Problem des Bewusstseins (hard problem): Dieses Problem ist weit komplexer und schwieriger zu fassen. Es fragt nicht, wie das Gehirn Informationen verarbeitet oder Verhalten steuert, sondern warum diese Prozesse mit einer subjektiven Erfahrung einhergehen. Die Kernfragen sind:

    • Warum gibt es überhaupt Qualia? Warum fühlen sich Dinge für uns auf eine bestimmte Art und Weise an (z.B. die Röte von Rot, der Schmerz eines Schnitts, der Geschmack von Schokolade)?
    • Warum sind wir nicht einfach "Automaten", die zwar intelligent handeln und Informationen verarbeiten, aber keine inneren Gefühle oder Empfindungen haben?
    • Wie kann aus rein physikalischen, elektrochemischen Vorgängen im Gehirn etwas so Immaterielles wie Denken, Fühlen und Erleben entstehen?

Warum ist es "hart"?

Das harte Problem ist "hart", weil es sich einer rein physikalischen oder funktionalen Erklärung zu entziehen scheint. Selbst wenn wir jedes Detail der neuronalen Prozesse im Gehirn verstehen würden, die mit einer bestimmten Erfahrung korrelieren, würde das immer noch nicht erklären, warum diese neuronalen Prozesse überhaupt eine subjektive Erfahrung hervorrufen. Die Emergenz von Bewusstseinserfahrung scheint sich einer rein physikalischen Erklärung zu entziehen.

Es geht also um die Erklärungslücke zwischen der objektiven, physikalischen Beschreibung des Gehirns und der subjektiven, phänomenalen Erfahrung. Einige Philosophen, wie Daniel Dennett, leugnen die Existenz des harten Problems und argumentieren, dass eine vollständige Erklärung der kognitiven Funktionen des Gehirns ausreichen würde, um das Bewusstsein zu erklären. Andere, wie Chalmers selbst, halten es für ein fundamentales Problem, das möglicherweise neue, nicht-reduktive Ansätze erfordert.

Das harte Problem des Bewusstseins ist somit eine der größten Herausforderungen für unser wissenschaftliches und philosophisches Verständnis des Universums. Es wirft auch ethische Fragen auf, zum Beispiel im Hinblick auf künstliche Intelligenz und die Frage, ob diese jemals ein Bewusstsein entwickeln könnte.

Sehr gutes Video zur Erklärung des "Hard Problem" Video dazu Link

Dein Bewusstsein hängt von deinem Glaubenssystem ab. Ob du dir etwas bewusst sein kannst oder eben nicht. Beispiel: ........... 

Wenn es dir gelingt in den Bewusstseinszustand  ... in dem du Niemand ... nirgendwo zu keinem Zeitpunkt zu sein gelingt, dann ist es möglich ALLES im Erleben neu zu kreieren.

Link zum Artikel: Ich denke und fühle also bin ich. 

Link Video Bewusstsein wirkt über den Körper hinaus Rupert Sheldrake

Wikipedia beschreibt Bewusstsein so.

Interessante Informationen zum Bewusstsein: https://www.dasgehirn.info/denken/bewusstsein/was-ist-bewusstsein

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